Home
Pressespiegel
Ganztag
Schule
> Abschlüsse
> Geschichte
> Bonhoeffer
> Bilingualer Zweig
> Naturwissenschaftlicher Zweig
> Fächer
> Erprobungsstufe
> Schüler helfen Schülern
> Hausaufgabenbetreuung
> Angebote
> Projekte
> Auslandsaustausch
> Fahrten
> Cafeteria
Schülervertretung
Förderverein
Intern
Ehemalige
Links
Archiv
Kontakt

Museum für Film und Fernsehen


Auf unserer Stufenfahrt (Klassen 10 a-d) durften wir einige Male unser Programm selbst bestimmen. Uns blieb beispielsweise überlassen in welches Museum wir gehen. Es standen viele verschiedene Museen zur Wahl einschließlich dem „Kinematischen Museum für Film und Fernsehen“. Bedauerlicherweise entschieden sich eher wenige für diesen Museumsbesuch aber die, die es taten wurden nicht enttäuscht.
 
Das Museum bietet einen Einblick in die Entstehung und die Entwicklung des Films. Interessant war es zu erfahren, dass Deutschland eine erhebliche Rolle bei der Entstehung des Films gespielt hat. Es waren schließlich die deutschstämmigen Gebrüder Skladanowsky, die die erste Filmprojektion zu Stande brachten. Viele Leute heutzutage glauben, dass man die Entwicklung und Popularität des Films Hollywood (USA) zu verdanken habe, wobei das lediglich zur Hälfte stimmt. Richtig ist, dass die angsehensten Filmemacher zu dieser Zeit in den Vereinigten Staaten arbeiteten, allerdings stammte ein Großteil von ihnen aus Europa, insbesondere aus Deutschland. Die meisten wanderten aus, da ihre Möglichkeiten Filme nach ihren Vorstellung zu drehen begrenzt waren. Dafür waren u.a. der Beginn des ersten und zweitenWeltkriegs sowie die Unterdrückung der National Sozialisten verantwortlich. Die National Sozialisten versuchten das Medium Film dazu zu missbrauchen, um das Volk auch in den Kinos von ihren Idealen zu überzeugen, daher war es vielen Filmschaffenden nicht möglich Filme zu drehen, die nicht ihren Idealen entsprachen. Einige berühmte Regisseure und Schauspieler, die ins Exil gingen waren Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau, Billy Wilder und Marlene Dietrich. Zu diesen Personen gibt es im Museum Ausstellungen, in denen ihr Leben und Schaffen detailliert dargestellt werden.
Des Weiteren wird dem Besucher vor Augen geführt, wie Spezialeffekte entwickelt werden. Dazu wird ein ca. fünfminütiger Film über die Entwicklung der „Visual Effects“ in dem Film „Spiderman“ gezeigt. Außerdem sind noch einige sehenswerte Filmutensilien ausgestellt wie z.B. das Originalkostüm von „Darth Vader“ (Star Wars) oder das „Alien“ (Aliens). Alles in allem bietet das „Kinematische Museum“ eine interessante Reise durch die deutsche Filmgeschichte und die Etablierung von großen Ikonen wie Marlene Dietrich. Leider ist nichts zu deutschen Filmen nach Kriegsende ausgestellt, bis auf eine Figur aus dem Film „Lola rennt“. So als ob in den 40-50 Jahren nach Murnau und Lang filmisch gesehen nichts Erwähnenswertes entstanden wäre. Das ist etwas fragwürdig.
 
Von Jürgen Ludwig