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"Die Schrift an der Wand" oder "Daniel in der Löwengrube"


Proben, Proben, Proben, Proben,  Generalprobe, Auftritt! Langsam kroch die Aufregung in uns hoch.
Umziehen, Einsingen, kurz warten, Hilfe der Auftritt fangt an!
Drei Teenies saßen gelangweilt auf der Bühne, nach einer Weile kamen zwei andere dazu.
Danach kam die Vergangenheitsfilmabrollmaschine auf die Bühne und zeigte einen Film, der in vorchristlicher Zeit abspielte ( das war eigentlich gar kein Film, sondern spielte sich live auf der Bühne ab).
Zuerst wurden Höflinge zu einem Fest beim König Belsazer eingeladen, wo das Tongeschirr gegen goldenes Geschirr aus der Kirche ausgetauscht wurde. Doch plötzlich erschien die „Schrift an der Wand".
Gelehrte ( Mathematiker, Sterndeuter und Zauberer) wurden gerufen, aber keiner konnte helfen, bis die Königsmutter auf die Idee kam, Daniel - den schlausten Mann im Lande - zu rufen. Daniel kam und deutete die Schrift an der Wand. An der Wand stand : " Mene, Mene, Tekel, Ufasin" ( Das bedeutet, dass Gott die Macht aus Belsazers Händen nimmt).
Wenig später wurde er ermordet, ein neuer König kam ( König Darius) und wollte zusammen mit Daniel regieren. Sie wurden beste Freunde.
Den Ministern im Lande passte das gar nicht und sie wollten Daniel umbringen.
Deshalb erstellten sie ein Gesetz, dass 30 Tage lang niemand im ganzen Lande von irgendeinem Menschen, Götzen oder gar Gott etwas erbitten dürfte. Sie erdachten es, weil sie wussten, dass Daniel nichts wichtiger war als sein Gott.
Die Minister klagten Daniel bei Darius an, und er musste - gegen seinen Willen - Daniel in die Löwengrube werfen. Sein Gott beschützte Daniel, und er überlebte es. Als Strafe wurden die Minister in die Löwengrube geworfen. Und alles wurde wieder gut.
Unsere Chorleiterin Fr. Schenke übte mit sehr viel Mühe mit uns das Musical ein - ohne Fr. Schenke wäre unsere Auftritt nie gelungen -
 
Ellen Saleck (6c) und Julia Laske (6a)

Die Schrift an der Wand. Ein Musical  - nicht nur für Kinder
von Hella Heizmann
aufgeführt am 24.6.2008 vom Unterstufenchor des DBG
unter Leitung von Elisabeth Schenke.


Mene mene tekel upharsin  - das sind die Worte der geheimnisvollen Schrift an der Wand, die den ehrfurchtslosen und ungerechten König Belsazer bei einem wüsten Festgelage zu Tode erschrecken. Nur Daniel, ein gottesfürchtiger Mann, kann das Rätsel lösen und die Schrift deuten.  – Diese zur Zeit des  babylonischen Reiches spielende Begebenheit war Inhalt des ersten Teils des 80-minütigen Musicals, das der Unterstufenchor am Ende des Schuljahres auf die Bühne brachte.
Im zweiten Teil erlebten die zahlreich erschienenen Zuschauer die Geschichte von Daniel in der Löwengrube: Belsazer wird ermordet, der neue König Darius wählt Daniel zu seinem ersten Minister, was die anderen Minister gegen Daniel aufbringt. Dieser soll in der Löwengrube umkommen. Die Löwen sind aber auf einmal zu müde, um Daniel ein Leid anzutun. So wird  er gerettet und der zweite Teil geht mit einem fröhlichen „Halleluja“ zu Ende. In einer Rahmenhandlung wird dieses biblische Thema in unsere Gegenwart geholt und von Teenies und einer Vergangenheitsfilmabrollmaschine (kurz „Verfi“ genannt) entsprechend kommentiert.
Die Chorkinder spielten Marktleute, Höflinge,  Minister,  Löwen. Viele haben solistische Rollen – auch in Doppel- oder Mehrfachbesetzungen. Sieben Jungen haben mit der Studienreferendarin Svenja Junge einen Löwentanz eingeübt, den sie mit Freude und zum Vergnügen des Publikums in  synchronen Bewegungen präsentierten. 
Alle Chormitglieder mussten für die Songs und die Sprechrollen sehr viel auswendig lernen, dazu schauspielern und tanzen. Dafür waren viele Proben nötig – auch außerhalb der Unterrichtszeiten an Samstagen und freien Nachmittagen.
Natürlich hätte das Musical nicht ohne Instrumente aufführt werden können. Wie schon so oft war dabei Frau Nieswandt – die fantastische, sich im „Unruhestand“ befindliche  ehemalige Musiklehrerin des DBG – zur Stelle, um verlässlich und souverän den Klavierpart zu übernehmen. Und schon Wochen vorher „genoss“ sie bei diversen Proben die altbekannte „Schulluft“. Ebenso zuverlässig und gekonnt sorgte Marcel Westerich (Jahrgangsstufe 12) am neuen – von Förderkreis und Kreissparkasse gesponserten - Schlagzeug für die nötige rhythmische Begleitung und spezielle Effekte.
Das wunderbare Bühnenbild zauberte mit Motiven nach Paul Klee (Marktszenen) , Ischtartor von Babylon ( Palast) und gruseliger Löwengrube eine orientalische Atmosphäre in die Pausenhalle. Frau Plum war es gelungen, eine Anzahl von Schülern und Schülerinnen für die Bühnenbildarbeit zu begeistern, sodass auch hierfür so manche freie Stunde gerne „geopfert“ wurde. In der letzten Phase der Proben durften die  engagierten Schüler der Licht –und Tontechnik   unter Leitung von Herrn Oestreich-Priebe nicht fehlen. Denn was wäre ein Musical ohne technischer Unterstützung und passgenauer Lichtregie?
Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins bei der Finanzierung von Mikrophonen und des motivierten Einsatzes des Technikteams konnte ein guter Sound erzielt werden, und auch die Zuhörer in den hinteren Reihen mussten keine akustischen Einbußen  hinnehmen (was vielleicht für eine eingeschränkte Sicht hinter den Säulen etwas entschädigte).
Zu dem reibungslosen Ablauf trugen ganz wesentlich die äußerst umsichtigen und aufmerksamen Backstagehelferinnen bei. Gerade weil die Schule über keinen Bühnenraum mit Hinterbühne und Vorhang verfügt, musste der Szenenbildwechsel blitzschnell, absolut unauffällig und lautlos vor sich gehen – eine Kunst für sich! In den Auftrittspausen und -übergängen hielt Frau Bongartz die Chorkinder „in Schach“. Sie sorgte dafür, dass jeder Darsteller zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Kostümen auf die Bühne kam.
Die Kostümierung und Ausstattung wäre nicht so bunt und prunkvoll gewesen, hätten nicht zahlreiche Chorkindereltern ihre Karnevalskammern geöffnet und jede Menge herrlich passender Kostüme und Requisiten herbeigeschafft oder sogar noch selbst genäht bzw. gebastelt.
Heftiger Applaus! Lobende Worte des Schulleiters! Strahlende Gesichter aller Mitwirkenden! Verdiente Sommerpause!
Elisabeth Schenke
Hier einige Impressionen (Fotos: Frau Scheel)demnächst unter Bilder.

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