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Deutsche Schülerakademie Braunschweig 2007 II – Erfahrungsbericht


Einig waren sich alle – 92 Teilnehmer, ihre 12 Kurs- und  2 Akademieleiter – beim Abschiedsplenum der Deutschen SchülerAkademie (DSA) im Kammertheater der Jugenddorf-Christophorusschule Braunschweig: Es ist nahezu unmöglich, einem Außenstehenden die Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen, die das Leben der nach sechzehn Tagen intensiver Arbeit, aber auch jeder Menge Spaß, zusammengewachsenen Gemeinschaft geprägt haben, zu beschreiben. In der Hoffnung, kein völlig falsches Bild der Schülerakademie zu zeichnen, fasse ich deshalb in den folgenden Zeilen nur das Wesentliche zusammen.

In der Regel können pro Schule jedes Jahr ein bis zwei SchülerInnen aus Stufe 11 oder 12 bei der DSA vorgeschlagen werden, die dann eine Aufforderung zur Bewerbung samt Beschreibung der an den elf bundesweiten Akademien angebotenen Kurse erhalten.

Nachdem ich mich aus dem vielfältigen Angebot für einen Kurs als Erstwahl und weitere Alternativwünsche entschieden hatte, konnte ich aufgrund der hohen Bewerberanzahl noch längst nicht sicher sein, wirklich teilnehmen zu dürfen. Deshalb war die Freude groß, als ich eine Zusage für den Kurs „Echnaton und die Ameise“ – meiner Erstwahl – erhielt. Die Bedeutung der Sonne für den berühmten Pharao im Kurstitel soll die Verbindung zum fachübergreifenden Thema der Akademie „Licht und Wirklichkeit“, mit dem sich alle sechs Kurse von Astronomie, Philosophie und Literatur bis hin zur Quantenphysik beschäftigten, zum Ausdruck bringen.

Unser Kurs bestand aus Referaten der Teilnehmer, Gruppenarbeiten und Vorträgen der Kursleiter, einem in Singapur an Stammzellforschung arbeitenden Biochemiker und einer Psychologiestudentin, die flexibel und in lockerer Atmosphäre auf die Interessen der Teilnehmer eingehen konnten. Licht ermöglicht die Orientierung  von Organismen in Zeit und Raum. Unter anderem beschäftigten wir uns daher mit Sinnessystemen, angefangen auf der biochemischen Ebene bis hin zur komplexen Verarbeitung im Gehirn, oder mit circadianen Rhythmen (von den Folgen des chronischen Schlafmangels blieben allerdings auch die anderen Kurse nicht verschont).

Neben der Kursarbeit machten zahlreiche kursübergreifende Aktivitäten (KüAs) und Angebote das Akademieleben aus: Exkursionen, Volleyballturnier, Open Air Kino, Chor, Orchester, Band, Massenvölkerball, Mitternachtsfußball, Lagerfeuer, Abendvorträge von Professoren, Studienberatung, Pyrotechnik-KüA, …, …

Die Erarbeitung einer multimedialen Musiktheateraufführung, zu der jeder Kurs einen Akt beisteuern musste, war außerdem ein wesentlicher Bestandteil der Akademie.

Wegen der frühen NRW-Sommerferien gehörte ich zu den wenigen Teilnehmern, die sich von der Schule beurlauben mussten. Die Situation, in der Woche nach meiner Ankunft schon zwei abiturrelevante Klausuren schreiben zu dürfen, konnte mich nach den letzten zweieinhalb arbeitsintensiven Wochen jedoch nicht mehr beunruhigen…

Aufgrund meiner positiven Erfahrungen kann ich allen motivierten und leistungsbereiten SchülerInnen, die in Zukunft für die DSA vorgeschlagen werden, nur empfehlen, ihre Chance zu nutzen und die einzigartige Akademieatmosphäre selbst zu erleben.
 
von Dominik Benke