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Blue Men Group



Auf unserer Stufenfahrt (Klassen 10 a-d) war es uns möglich unser Abendprogramm an einem Tag selbst zu bestimmen. Zur Auswahl standen das Musical „Tanz der Vampire“, ein Zaubertheater und zu guter letzt die „Blue Men Group“. Wer sich nun für letztgenanntes entschied erlebte etwas völlig Unvergessliches. Ob es den Zuschauern bei den anderen beiden Vorstellungen ebenso erging, kann ich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil bin froh über meine Entscheidung.
Für diejenigen, denen nicht klar ist worum es sich bei der „Blue Men Group“ handelt hier noch mal eine kurze Erklärung:
Die “Blue Men Group” ist eine Gruppe, die aus drei (blau angemalten) Schauspielern und einer Band besteht. Die Amerikaner zogen vor einigen Jahren von Las Vegas nach Berlin, um dort regelmäßig aufzutreten. Genau in Worte zu fassen, worum es sich bei ihrer Show handelt ist sehr schwierig, man muss es einfach erlebt haben.

 
Beschreibung:
Die drei Künstler wechseln kein einziges Wort, während des Auftritts. Sie verständigen sich rein über ihre Körpersprache und ihre Mimik. Die Show besteht aus einer Vielzahl von Lichteffekten, einstudierten Tricks und zwischendurch aus einigen Gags. Sie werfen sich zum Beispiel von einer bestimmten Distanz aus (5-10m) Kugeln in den Mund und das mehrmals hintereinander, ohne eine einzige Kugel auszuspucken oder erwecken durch geschickten Einsatz von Lichteffekten (z.B. Schwarzlicht) Puppen, für den Betrachter, zum Leben. Auch wichtig ist der Einsatz der Musik in ihrer Show. Entweder trommeln sie selbst oder spielen Rock Musik, wobei die Musiker in grellen Farben auf zwei Leinwänden gezeigt werden. Die Musik trägt erheblich dazu bei, die Faszination im Saal zu steigern und hängt oftmals mit einigen Aspekten ihres Auftritts zusammen. Auch sehr interessant ist ihr Umgang mit dem Publikum. Anstatt sich den ein oder anderen Zuschauer rauszusuchen, wie es Zauberer tun, gelingt es ihnen das gesamte Publikum miteinzubeziehen. Wie ihnen das gelingt, möchte ich nicht allzu ausführlich schildern, da der Überraschungseffekt sehr wichtig dabei ist und ich auf diese Weise einiges vorwegnehmen würde. Eine Sache kann man aber guten Gewissens nennen. Sie dient schließlich auch dazu, den einen oder anderen Interessenten davor abzuschrecken zu spät zu kommen. Nämlich jeder, der den Saal nach Beginn der Show betritt, wird von der Kamera eingefangen und in Großaufnahme auf der Leinwand gezeigt, so dass die Betroffenen von allen im Saal gesichtet werden können. Nebenbei werden sie als „Zu-spät-Kommer“ bezeichnet. Dieser Begriff wird dann mehrmals überspitzt gesungen. Das kann ganz schön peinlich sein…
Das Interessanteste an ihrer Show waren, für mich, die Szenenübergänge, die sehr geschickt und zum Teil sehr witzig gestaltet wurden. Beispielsweise wurden die Darsteller außerhalb des Gebäudes gezeigt, wie zwei von ihnen in ein Taxi steigen. Kurz darauf betreten zwei von ihnen wieder die Bühne mit einem Fernseher anstelle ihres Kopfes. Der dritte, der das Taxi verpasst hat, wird auf einem einzelnen Bildschirm gezeigt. Das Taxi diente somit als Mittel, um „vollständig“ zurück auf die Bühne zu gelangen.

 
Fazit:
Alles in allem ist die „Blue Men Group“ eine Show, die auf ihre Art und Weise einzigartig ist und kaum mit anderen Dingen vergleichbar ist. Sie ist durchgehend unterhaltsam und lässt den Zuschauer an ihr interaktiv teilhaben. Wer „Charlie Chaplin-Filme“ oder allgemein Slapstick mag, wird diese Show lieben. Aber auch Leute mit anderem Geschmack wird sie sicherlich gefallen und in Erinnerung bleiben.

von Jürgen Ludwig