Heißes Glas bestaunt
Die Schüler der Klasse 9c des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums besuchten am Deutsch-Französischen Tag das Unternehmen Saint-Gobain Isover. Dort lernen sie so einiges über die Produktion von Dämmstoffen.
Bergisch Gladbach - Die Produktion von Dämmstoffen aus Glasfasern bestaunten die Schüler der Klasse 9c des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums am Deutsch-Französischen Tag bei der Saint-Gobain Isover G+H AG. Hans Werner Müller, Werksleiter des Unternehmens, schilderte die Geschichte von der Gründung bis zur Namensänderung im Jahr 2000 in fließendem Französisch und mit einer deutschsprachigen Powerpoint-Präsentation.
Die erste Niederlassung der G+H Isover in Deutschland erfolgte 1853 in Waldhof bei Mannheim. Doch Deutschland ist neben Frankreich nicht das einzige Land, in dem Isover sich niedergelassen hat. Die Niederlande, Spanien und Neuseeland gehören wie viele andere Länder dazu. Durch fachgerechte Dämmung ließe sich schließlich viel Energie einsparen, erklärte Müller. „Wer sein Haus richtig gedämmt hat, kann lange, lange Auto fahren, bevor man die Menge wieder verbraucht hat, die man spart.“
Bevor es dann weiter zu den einzelnen Maschinen ging, mussten die Besucher erst einmal Schutzkleidung angeziehen, da Sicherheit oberste Priorität ist. Danach wurden die große Schmelzwanne, die Räume, von denen aus die Steuerung der Maschinen elektronisch geregelt wird, sowie die Glasfaserproduktion besichtigt und erklärt. Schwarzes Glas zum Beispiel bleibt bis zu einer Hitze von 1000 Grad beständig. Um den üblichen gelben Farbton der Glasfaserwolle zu erhalten, wird diese mit einer Wasserlösung besprüht.
Die Innenausstattung der Fabrik war so, wie die Schüler es sich vorgestellt hatten - Fließbänder und hohe Lautstärke. „Ich habe gedacht, dass wir mehr draußen wären“,sagte Tabea Groh, und Luise Hoffmann ergänzte: „Aber nicht, dass der Service so gut ist.“ Ein Praktikum beim Unternehmen konnten sich beide und auch viele ihrer Mitschüler gut vorstellen. (lip)
31.01.2009 - KSTA