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9. RheinEnergie Schulmarathon – Wir waren dabei!


Besser hätte das Wetter am 7. Oktober 2007 nicht sein können. Die Sonne schien, keine Wolke am Himmel zu sehen und dennoch war es nicht zu heiß. Perfekt also für den alljährlich stattfindenden Ford Köln Marathon in unserer Nachbarstadt am Rhein. Und der ist nicht nur eine Veranstaltung für Profisportler. Neben dem „großen“ Marathon gibt es zum Beispiel auch noch den Halbmarathon, den Inlinemarathon und die Karnevalsstaffel. So auch den Schulmarathon, der 2007 zum neunten Mal stattfand und an dem unsere Schule mit zwei gemischten Mannschaften teilnahm.

Jeder von uns machte sich also am letzten Sonntag der Herbstferien auf den Weg nach Köln. Dafür mussten vorher genaue Bahnverbindungen rausgesucht werden, denn in Köln herrschte mehr oder weniger geregeltes Chaos, Bahnen fuhren nicht nach Fahrplan und sich mit dem Auto ins Getümmel zu wagen wäre äußerst mutig gewesen.
In der sogenannten „Wechselzone“ angekommen, musste man sich erst einmal zurechtfinden. Marathonhelfer liefen mit langen Listen durch die Menge und waren umringt von Schülertrauben, die ihre Anwesenheit melden wollten. Ein Meer von hellblauen T-Shirts. Dann verging die Wartezeit plötzlich ganz schnell. Jede Schule stellte sich an ihrem Startplatz auf und die „Profiläufer“ wurden angekündigt. Alle hielten neugierig Ausschau, doch sie waren so schnell wieder verschwunden, dass man den Kopf gar nicht schnell genug wenden konnte. Beeindruckend.
Bald kamen dann auch schon die ersten blauen T-Shirts, bzw. Schulmarathonteilnehmer, um die Ecke, um ihren Nachfolgern die Schärpe und den Laufchip zu übergeben. In der Wechselzone ging es hektisch zu, sodass sogar der eine oder andere Sturz nicht vermieden werden konnte.
Doch irgendwann wird es ernst und man muss selbst loslaufen. Mit Joggen zuhause im Wald hat das Ganze allerdings wenig zu tun und ist keinesfalls vergleichbar. Die Zuschauer am Rand, die alle Teilnehmer anfeuerten, als wären sie Weltstars, ließen die Strecke deutlich angenehmer und kürzer erscheinen als man vielleicht annehmen würde. Ein bisschen wie im Karneval fühlte man sich, wenn man die Menschen sah, die winkend und jubelnd am Straßenrand standen. Dieses Gefühl wurde noch verstärkt, wenn man plötzlich ein gelbes Huhn, eine Möhre mit Beinen oder einen Piraten überholt. Da war man richtig dankbar, nicht an der Karnevalsstaffel teilzunehmen, sondern in bequemer Sportkleidung laufen zu dürfen!
Der beste Moment ist dann definitiv wenn man in den Zielbereich der nächsten Wechselzone einläuft und dem nächsten Schärpe und Chip übergeben kann. Dann hat man seinen Teil geschafft und hofft nur, dass die anderen sich bis zum Schluss gut schlagen.
Zum Schluss trafen wir uns mit der ganzen Mannschaft im Ziel am Deutzer Bahnhof, wenn es auch ein paar Stunden dauerte, bis wir uns tatsächlich alle gefunden hatten und stärkten uns im „Versorgungsdorf“ mit Bananen, Apfelsaft und Müsliriegeln.

Ältere Mannschaft: Christian Uelpenich, Gereon Kremer, Sarah Heinrich, Kai Parow-Souchon, Mirjam Broeckmann, Gernot Knippen, Kristin Müller (alle Stufe 13)
Sarah Heinrich